Rover SIIa
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la Passione Projekt '07 Rover SIIa

Nach 4 Jahren haben wir uns entschieden den Jeep zu verkaufen. Der Jeep bietet Fahrspass pur, aber leider ist dieser Spass nicht ganz billig. Der 4 Liter Motor ist durstig, Strassensteuern werden in den Niederlanden nach Gewicht bezahlt (!!!) und ausserdem ist einfach kein Platz im Wagen fürs Zelt und andere Urlaubssachen. 

Astrid und ich waren uns ziemlich schnell einig, dass wir einen Land Rover Series brauchten. Aussehen ist top, die Technik sehr einfach und ausserdem steuerfrei und äusserst praktisch. Es dauerte also nicht sehr lange und das unten abgebildete Exemplar wurde gekauft. Sieben Sitzplätze, viel Stauraum und ausserdem einen 2,25 Liter Dieselmotor..... ideal für den täglichen Einsatz und den Zelturlaub im Sommer. ABER.... es ist natürlich kein Vergleich mit dem Jeep. Der Land Rover hat wirklich nur das allermotwendigste also keine Servolecnkung, keine Klimaanlage und dergleichen. Harte Arbeit ist angesagt, vor allem beim einparken! Ausserdem reissen die 62PS einem nicht direkt vom Hocker und wenns schneller geht als 80km/h wirds laut im Wagen...... sehr laut sogar. Aber, und das muss gesagt werden, dieser Wagen ist bei weitem das charactervollste Fahrzeug dass wir je hatten. Es bietet Fahrspass ohne Ende.

In den Dokumenten ist Baujahr 1974 angegeben aber es wurde mir  schnell klar dass das nicht stimmte. Viele Kleinigkeiten am Wagen deuten auf ein viel früheres Baujahr. Über die originale Fahrgestellnummer habe ich die folgenden Infos gefunden :

244 Model: (serie nummer 24421040)
Land Rover, Series IIA
Body type: Basic or Station wagon
Wheel base: 88in
Engine: petrol
Model years: 1962-1971
Destination: Export, left-hand drive (LHD)
21040 Serial number
B Design: One significant design modification
Suffix used from March 1963 till April 1966

Es gibt mehrere nationale und internationale Foren und Sites die sich mit Land Rover befassen und es steht dann auch fest dass unser Wagen in 1965 als Militärausführung hergestellt wurde und zwar mit einem Benzinmotor. Wo der Wagen eingesetzt wurde und weshalb eine neue Fahrgestellnummer (die sich nur in einer Zahl unterscheidet vor der Originalnummer!) eingeschlagen wurde, ist mir ein Rätsel. Es ist mir auch nicht klar woher Baujahr 1974 kommt. Alle Originaldaten sind noch anwesend und hätten in den Zivieldokumenten übernommen werden können.

Ok, unser "Prutteltuf" (dieser von Desmond erfundene Name ist leider nicht zu übersetzen....) ist also "etwas" älter als erwartet und sein Leben mit einem Benzinmotor angefangen. Kein Problem denn der Zustand des Fahrzeugs ist wirklich sehr gut. Mann kann überall sehen dass dieser Wagen mit viel Liebe und Aufwand wieder hergerichtet ist.

Das Fahrgestell und die Karosserie sind sehr solide und rostfrei, man sieht viele fast neue Bolzen und Muttern. Das Hardtop scheint etwas besonderes zu sein. Es besteht aus geschweissten Stahlrohren und ist auf jeden Fall kein Land Rover Zubehör. Es passt aber recht gut und ist innen sehr sorgfältig verarbeitet. Nur im Dach sind einige Stellen wo der Lack auf den benutzten Kit reagiert hat und das sieht etwas schäbig aus. An den Türen ist etwas Rost zu sehen, aber es hält sich sehr in Grenzen.

Der Innenraum und vor allem das Armaturenbrett sehen sehr gepflegt aus. Die gesamte Elektrik ist erneuert und verbessert worden und im Motorraum ist sogar ein handgefertigter Sicherungskasten eingebaut worden. Die neuen Schaltbilder habe ich natürlich auch bekommen. Wie erwartet funktioniert auch alles so wie es sich gehört. Die Sitze und Rückenlehnen waren jedoch alt und verschlissen. Diese sind für kleines Geld zu kaufen, also habe ich ein paar neue Exemplare besorgt.

Der Motor, Getriebe und die Aufhängung sehen recht ordentlich aus. In der Wagenmitte kleckert etwas Öl aber es ist überschaubar und (nehme ich mal an) auch nicht so aussergewöhnlich für ein 45 Jahre altes Fahrzeug. Auf jeden Fall fährt sich der Wagen sehr solide und klappert nichts was nicht klappern sollte....

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Armaturenbrett ist Marke Eigenbau aber es sieht sehr gut aus.

Verdrahtung ist komplett neu und verbessert gegenüber dem Originalzustand.

Die neuen Sitze und Lehnen habe ich selber eingebaut.

Der 45l Tank befindet sich unterm Beifahrersitz und muss dort auch gefüllt werden.

Das Hardtop ist nicht original aber es passt gut und ist sauber verarbeitet.

Die Metallplatte auf dem Fussboden ist mindestens 3mm dick!!

Auch an der Heckklappe ist viel verbastelt aber es sieht gut aus und alles funktioniert.

Am Dach wurde so einiges verbastelt aber sehr schön ist es nicht.

Die neu (in 2004) eingeschlagene Fahrgestellnummer unterscheidet sich nur um 1 Ziffer vom Original. Sehr kurios.

Das originale Typenschild deutet auf eine militairen Hintergrund.

Die originale Fahrgestellnummer ist ungültig.

Unterseite vom Motor sieht suaber und trocken aus. Auch die Aufhängung ist ok.

Die Blattfedern sind vom korrekten Typ für einen Diesel.

An der Frontseite des Getriebes sieht man frischen Kit und neue Bolzen.

Die Ausgangsseite des Getriebes ist feucht. Das muss also geprüft werden. Simmerring vielleicht?

Befestigung vom Tank ist auch rostfrei.

Hinten all i.O. Kein Rost und kein Öl.

Hinten rechts ist die Verkabelung für Heckleuchten und Rückfahrscheinwerfer sauber verarbeitet.

Hinten links ist die Verkabelung für die Nebelschlussleuchte zu finden.

Der Motorraum sieht sauber aus. Hinten links ist der neue Sicherungskasten zu sehen.

Die Motornummer ... ich muss noch exakte Serie und Daten auftreiben.

Der Sicherungskasten von innen.... das hat ne Menge Arbeit gemacht denke ich.

Zusammen mit Kollege Arnoud werden Hüftgurte montiert.

Nur an den Türen gibts ein wenig Rost, aber nichts ernstes.

Auch unten an der Fahrertür ein wenig Rost.

Einfach aber es funktioniert gut... ja, das Schloss ist schief eingebaut.

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Diese Seite wurde erneuert am 22.05.2010